Komplexitätsforschung durch Complexity-Research
Complexity-Research ist Österreichs erstes Forschungsinstitut für Komplexitätsforschung und Systemwissenschaften. Dabei versteht sich Complexity-Research sowohl als Forschungsinstitut, das Auftragsforschung durchführt, als auch als eigenständiger Motor für vielfältige Innovationen und zahlreiche Neuentwicklungen im Bereich der Komplexitätswissenschaften.
Weit mehr als 300 Forschungsarbeiten wurden unter Beteiligung von Guido Strunk (Complexity-Research) in wissenschaftlichen Fachverlagen und angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert oder auf Fachkonferenzen präsentiert. Als habilitierter Wissenschaftler und FH-Honorarprofessor für Komplexität hat er zahlreiche Forschungsprojekte initiiert, betreut und durchgeführt. Forschung bedeutet für Complexity-Research sowohl die Erarbeitung theoretischer Grundlagen komplexitätswissenschaftlichen Denkens, die auf Fragestellungen der Ökonomie, des Managements und der systemischen Psychologie übertragen werden, als auch die Durchführung anspruchsvoller empirischer Komplexitätsforschung. Dafür hat Complexity-Research eine eigene Analysesoftware entwickelt und zahlreiche Methoden der Komplexitätsforschung erarbeitet und weiterentwickelt.
Es scheint paradox, aber Komplexität lässt sich messen. Aus der Komplexität und ihrer Veränderung im Zeitverlauf lassen sich wichtige Rückschlüsse auf das Verhalten eines Systems ziehen. Lernprozesse lassen sich beispielsweise an einem plötzlichen Komplexitätsanstieg erkennen.
Complexity-Research ist an verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten maßgeblich beteiligt. Diese umfassen beispielsweise Methoden der Komplexitätsforschung und deren Anwendung in der Ökonomie, Wirtschaftswissenschaft, Psychologie sowie in Therapie, Beratung und Mediation.
Methoden der Komplexitätsforschung
Die Methoden der modernen Komplexitätsforschung sind Weiterentwicklungen zum Teil weit zurückreichender Bemühungen Muster in großen Datensätzen zu identifizieren. Guido Strunk hat mit seiner Habilitationsschrift den Stand der Forschung zu diesen Methoden dokumentiert (Neuauflage) und mit einer eigenen Software zur Analyse komplexer Systeme die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten gelegt (Software). Die Erweiterung dieser und auch klassischer Methoden der Statistik führt zu zahlreichen Kooperationsprojekten etwa in der Forschung zum Health Care Management und der medizinisch-klinischen Forschung (beispielsweise hier). So sind im Bereich der medizinisch-klinischen Forschung zahlreiche hochrangig publizierte Forschungsarbeiten entstanden, für die Guido Strunk die biometrische Analyse plante und durchführte (beispielweise hier). Insbesondere die Arbeiten zu Komplexitätsforschungsmethoden, die auch bei kurzen und verrauschten Daten valide Ergebnisse liefern können, werden seit einigen Jahren vermehrt in Forschungsarbeiten eingesetzt (siehe beispielsweise hier).
Mehr zu: Methoden der KomplexitätsforschungKomplexe Systeme in Ökonomie und Management
Die Behauptung, dass wir in einer immer komplexer werdenden Welt leben, findet sich fast täglich in Medienberichten, politischen Reden, Alltagsgesprächen und auch in wissenschaftlichen Fachartikeln. Dabei wird selten deutlich, was mit „Komplexität“ eigentlich gemeint ist. Guido Strunk beschäftigt sich in seiner Forschung seit vielen Jahren mit der Frage, was Komplexität ist, wie man sie empirisch feststellen kann und wie man zielgerichtet mit ihr umgeht. Das Management komplexer Systeme ist somit nicht nur ein zentrales Forschungsinteresse, sondern auch Inhalt zahlreicher Publikationen (beispielsweise hier und hier) und Lehrveranstaltungen.
Mehr zu: Komplexen Systemen in der WirtschaftSystemische Psychologie
Die moderne Komplexitätsforschung, wie die aus der Physik stammende Synergetik (Hermann Haken), legt die Vermutung nahe, dass psychische Prozesse zwar komplex sind und nicht über längere Zeiträume hinweg vorhergesagt werden können, dabei aber dennoch immer wieder stabile Muster (sogenannte Attraktoren) einnehmen. Leidvoll erlebte Attraktoren sind daher das Thema psychotherapeutischer Behandlungen. Wie solche leidvollen Muster aufgelöst und in weniger leidvolle überführt werden können ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten von Guido Strunk, sowie seiner Dissertation im Gebiet der Klinischen Psychologie (weiterentwickelt zur Systemischen Psychologie). Buchpublikationen und die Mitarbeit in der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zeigen, dass der Ansatz von Guido Strunk inzwischen eine hohe Praxisrelevanz erreicht hat.
Mehr zu: Komplexe Systemen in der PsychologieVeröffentlichungen
Seit Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht Guido Strunk zu Themen der Komplexitätsforschung (beispielsweise hier). Seine Lehrbücher zur "Systemischen Psychologie" (Neuauflage) und zum "Therapeutischen Chaos" (Hogrefe Verlag) (zusammen mit Günter Schiepek) gelten als Standardwerke zum Verständnis und Umgang mit Komplexität in Psychologie, Therapie und Beratung. Große Teile der Empirischen Ergebnisse seiner Arbeiten wurden übermommen in Hermann Haken und Günter Schiepek: "Synergetik in der Psychologie" (Hogrefe Verlag, eine neuere Interpretation und Zusammnefassung ist hier erschienen).
Mehr zu: Veröffentlichungen